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Giesenheide
- Grün kaputt
Vom Umgang mit
der "geschätzten" Natur in der Giesenheide
Lange vergessen sind die Zeiten, in denen das Gewerbegebiet in der
Giesenheide den Anwohnern als
"Gewerbepark der vierten Generation" schmackhaft gemacht werden sollte:
den Erhalt vorhandener
Bäume und Biotope versprachen die beteiligten Verwaltungsmitarbeiter
und Politiker, durchgrünte
Anlagen und eine zukunftsweisende energie- und platzsparende Architektur.
Doch nicht ein Mindestmaß
an verantwortungsbewusstem Umgang mit dem vorgefundenen Grün ließ man
walten. Hier sind nur einige
Beispiele, die dies belegen:
Ausgleichpflanzungen
Offensichtlich um die Bürgerinnen und Bürger im Hildener Norden zu
besänftigen, wurden noch vor
allen anderen Arbeiten die Ausgleichspflanzungen in Giesenheide, Lodenheide
und Am Kolksbruch
durchgeführt. Bereits während der Pflanzung hat der BUND die Stadt Hilden
im April 2003 auf eine
mangelhafte Ausführung durch die Fachfirma hingewiesen: Der Pflanztermin
war viel zu spät, durch
unsachgemäße Lagerung waren bei vielen Gehölzen die Wurzeln ausgetrocknet,
Großbäume wurden
lange nach dem Laubaustrieb gesetzt. Die Folge: die noch rechtzeitig
gepflanzten Gehölze entlang
der A 46 sind noch so halbwegs angewachsen. Alles, was später gesetzt
wurde, hatte keine Chance.
Ursächlich hierfür war nicht etwa die lange Trockenheit in diesem Jahr,
sondern die schlampige Arbeit
und die fehlende Nachsorge. Statt die Pflanzflächen zu bewässern wurde
Grundwasser im großen Stil
abgepumpt und weggeleitet. Während der Schönwetterperiode war für den
Straßenbau genug Wasser
da, für die Gehölze aber nicht. Daraus resultierte ein ökologischer
und wirtschaftlicher Totalverlust.
Spazierweg
Entlang der A 46 wurde ein Spazierweg angelegt - mitten durch ein
nach § 62 Landschaftsgesetz
geschütztes Biotop: rechts und links des Weges sind die Überreste des
Röhrichtbestandes zu sehen.
Der ökologisch hochwertige Fläche, die eigentlich geschützt werden sollte,
wurde vernichtet.
Busch- und Baumbestand
Ein wesentliches Ziel des Bebauungsplans sollte die Sicherung des
vorhandenen Waldbestandes
sowie weiterer Grünflächen mit raum-prägenden Busch- und Baumbestand
sein. Im Frühjahr 2003
zeugten etwa 150 Stubben gefällter und gerodeter Bäume - säuberlich
aufgeschichtet auf einem
100 m langen Wall - von der begrenzten Glaubwürdigkeit des Bebauungsplans.
... Eine mächtige Eiche
Ein anderes Beispiel für den Umgang mit der Natur: eine mächtige
Eiche (Stammdurchmesser 100 cm)
wurde gefällt - angeblich aus Gründen der Verkehrssicherung. Im Bebauungsplan-verfahren
war noch
von schutzwürdigem "Baumbestand" die Rede. Tatsächlich lässt der Stamm
keinen Hinweis auf
irgendeine Schädigung erkennen. Was aber erkennbar ist: mitten in den
Baumstumpf wurde ein
Vermessungspunkt geschlagen. Ein Hinweis darauf, dass die Eiche wohl
einfach nur einem
Vermessungstrupp im Wege stand und deshalb fallen musste. Was diese
Fälle belegen Den viel
versprechenden Worten im Bebauungsplan folgen nur allzu oft widersprechende
Taten. Und während
im laufenden Bebauungsplanverfahren viele Behörden darauf drängen, ihre
Belange in die Gestaltung
des Plans einzubringen, lässt das Interesse nach dem Baubeginn - wenn
es konkret wird und es darum
geht, Position zu beziehen - spürbar nach. Private Bauherren und - frauen
dürfen sich wiederholter Besuche
des wachen Auges des Gesetzes sicher sein, doch die Stadt Hilden kann
in der Giesenheide nach Gutdünken
schalten und walten. Eine Kontrolle findet nicht statt. So wurden z.B.
auch gravierende Verstöße gegen die
Verkehrssicherungspflicht erst nach Anzeigen durch die Bürgerinitiative
MUT und den ADFC beseitigt.
Ein trauriger Fall von Betriebsblindheit!
Claudia Roth
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.....So sah die Giesenheide vor
den massiven Eingriffen aus ... und so könnte es ohne Geldgier
noch sein !
| Entlang der A 46 wurde
ein Spazierweg angelegt - mitten durch ein nach § 62 Landschaftsgesetz
geschütztes Biotop: rechts und links des Weges sind die Überreste
des Röhrichtbestandes zu sehen. Der ökologisch hochwertige
Fläche, die eigentlich geschützt werden sollte, wurde
vernichtet. |
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| Spazierweg
eine Durchgangsstraße......... |
.........................................................................durch
ein Feuchtgebiet ? |
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Offensichtlich um die Bürgerinnen und
Bürger im Hildener Norden zu besän-ftigen, wurden noch
vor allen anderen Arbeiten die Ausgleichspflanzungen in Giesenheide,
Lodenheide und Am Kolks-bruch durchgeführt. Bereits während
der Pflanzung hat der BUND die Stadt Hilden im April 2003
auf eine mangelhafte Aus-führung durch die Fachfirma hinge-wiesen:
Der Pflanztermin war viel zu spät, durch unsachgemäße
Lagerung waren bei vielen Gehölzen die Wurzeln ausgetrock-net,
Großbäume wurden lange nach dem Laubaustrieb gesetzt.
Die Folge: die noch rechtzeitig gepflanzten Gehölze entlang
der A 46 sind noch so halbwegs ange-wachsen. Alles, was später
gesetzt wurde, hatte keine Chance. Ursächlich hierfür
war nicht etwa die lange Trockenheit in diesem Jahr, son-dern
die schlampige Arbeit und die feh-lende Nachsorge. Statt die Pflanzflächen
zu bewässern wurde Grundwasser im großen Stil abgepumpt
und weggeleitet. Während der Schönwet-terperiode war
für den Straßenbau genug Wasser da, für die Gehölze
aber nicht. Daraus resultierte ein ökologischer und wirtschaftlicher
Totalverlust.
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... Ausgleichpflanzungen
in langer Trockenheit verendet...
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...
und keiner hat es bemerkt, oder ...
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Ein anderes Beispiel für den Umgang mit
der Natur: eine mächtige Eiche (Stammdurch-messer 100 cm)
wurde gefällt - angeblich aus Gründen der Verkehrssicherung.
Im Bebauungs-planverfahren war noch von schutz-würdigem "Baumbestand"
die Rede. Tatsächlich lässt der Stamm keinen Hinweis
auf irgendeine Schädigung erkennen. Was aber erkennbar ist:
mitten in den Baumstumpf wurde ein
Vermessungspunkt geschlagen. Ein Hinweis darauf, dass die Eiche
wohl einfach nur einem Ver-messungstrupp im Wege stand und deshalb
fallen musste.
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... Eine mächtige
Eiche
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Kein
Baum wird in der Giesenheide fallen....
so Bürgermeister Günter Scheib
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...mitten
in den Baumstumpf wurde ein
Vermessungspunkt geschlagen...
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Der
Baum als Stumpf im neuen Hildener Stadtwappen ?
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